Mit vier Füßen und 20 Fingern (*)
17. Dezember 2019Er musste sie wieder finden…
21. Dezember 2019Wie viele TangotänzerInnen kaufen noch oder wieder CDs mit unserer Musik – zum Hören daheim oder zum Verschenken? Nutzen sie Youtube oder Streamingdienste wie Spotify? Ich weiß es nicht. In der Weihnachtszeit sind es womöglich etwas mehr als im Schnitt des Jahres. Deshalb an dieser Stelle wieder einige Tips. Außerdem meine Empfehlung: Wenn Bands bei Euch auftreten und ihre CDs verkaufen… nehmt eine! Es ist ein wichtiger Beitrag zu ihrem meist nicht sehr hohen Verdienst. Hier halte ich es weiter so: Die jeweils neuesten Tips sind vorn zu finden. Die ältreren rutschen dann runter, bleiben aber erhalten.
ANGEL Y DIABLO: Ich war noch in Grübeleien verstrickt, wie ich als höchst befangener Vater die Tango-CD meiner Tochter Laura und ihres Partners Daniel Mattele am besten annonciere. Da hat mir ein anderer die Arbeit abgenommen. Noch ehe ich meinen Überlegungen abgeschlossen hatte, ob ich ihm ein kostenloses Besprechungsexamplar schicken soll, bekam ich einen Anruf aus Weimar: „Du, rate mal wer ’ne CD bestellt hat…“ Die Post war auch schnell. So kann ich hier mit einem dicken Dank schlicht Gerhard Riedls Begeisterung weiter geben. Obendrein kein schlechtes Geschenk zu meinem Blogger-Jubiläum. Der Empfehlung am Schluss seines Textes kann ich mich nur anschließen
„Auf jeden Fall werde ich jetzt gleich noch fünf weitere Exemplare von „Ángel y Diablo“ kaufen. Zu Weihnachten ein ideales Geschenk für Tangofreunde! Wer das auch vorhat: Man kann direkt bei Laura und Daniel bestellen:
https://www.dasharfenduo.de/wordpress/harfenduo/unsere-veroeffentlichungen/unsere-cd-ist-fertig/
https://www.dasharfenduo.de/wordpress/kontakt/
Hier noch der Link zu Gerhard Riedls Text, damit ihr wisst, warum es sich lohnt, die CD zukaufen: https://milongafuehrer.blogspot.com/2019/11/angel-y-diablo-tango-auf-zwei-harfen.html
Hier eine weitere Rezension – im Neotango-Blog von Arndt Büssing. Sehr sorgfältig und differenziert. Das Harfenduo goes international:
https://tangoreviews.blogspot.com/2019/12/angel-y-diabolo-tango-auf-zwei-harfen.html
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LEBEN IST TANGO: Die Autorin beschreibt liebevoll, witzig und pointiert die Philosophie des Tango Argentino und den Umgang mit anderen Menschen. Unterhaltsam und abwechslungsreich wird das Buch durch die einzelnen wahren Geschichten und die verschiedenen Parabeln. Das Buch setzt den Tango Argentino in Bezug zum Alltagsleben, zu Beziehungen und zum beruflichen Kontext. Die Autorin bringt einfach und für jeden verständlich die ganze Bandbreite des Tanzes, der Musik und der Energetik des Tango Argentino zum Ausdruck.
Martina Hoppe-Großhennig, Leben ist Tango, Tangoenergetik für den Alltag, Innehalten -Ausrichten – Vertrauen, Hörstel 2019, 18, – Euro
Zuerst dachte ich, dass es sich um ein Fachbuch handelt, aber beim Lesen merkte ich, dass es für alle Menschen geschrieben ist; für Menschen, die mit anderen Menschen arbeiten, für TangotänzerInnen und genau so auch für Menschen, die nicht Tango tanzen. Ich glaube, dass dieses Buch große Lust macht, den Tango Argentino auch mal selbst auszuprobieren. Der Klappentext beschreibt in hervorragender Weise die Essenz dieses Buches. Er hat mich neugierig gemacht und zum Lesen animiert: „Das Leben ist Tango – wir tanzen es sowieso schon, und das Leben tanzt mit uns.“ Abschließend kann ich sagen, dass mich das Buch tief im Herzen berührt hat. Ich kann jedem nur die Lektüre dieses Buches empfehlen. Lasst uns das Leben als GmbH leben: Als Gemeinschaft mit berührender Haltung!
Ein Gastbeitrag von Traudl Ertner, Heilpraktikerin und Tangotänzerin
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BANDONEGRO: Einer der beliebtesten Tangos, zu denen unsere Großeltern schwoften, stammt aus Polen: „Oh, Donna Clara“ von Jerzy Petersburski. Aus unserem östlichen Nachbarland kommt auch eine Gruppe junger Musiker, die einer ganz anderen Variante dieses ursprünglich argentinischen Tanzes frönt. „Bandonegro“ heißt das Quartett. Von Berlin bis Buenos Aires sind die vier inzwischen gern gesehene Gäste in unseren Milongas. Ich hab sie bei ihrem ersten Auftritt im „Mala Junta“ erlebt und war begeistert. Da hatten sie auch Stücke von Astor Piazzolla höchst tanzbar arrangiert. Noch haben sie nicht den Rang in der Szene wie „Solo Tango“. Aber sie sind auf dem Weg. Die Musik zu einem Siegertitel bei der „Mundial des Tango“ haben sie noch nicht geliefert wie die russischen Kollegen. Aber ins Finale 2019 haben sie es schon geschafft mit dem kolumbianischen Paar Estefania Arango & Andres Uran, das sich ihre Version von „Gallo Ciego“ ausgesucht hatte. Mehr Musik der vier samt Videos sind auf ihrer Homepage zu finden: http://www.bandonegro.com
Gerade haben sie die zweite CD heraus gebracht, die sich mit Astor Piazzolla auseinandersetzt, für den Tanzmusik bekanntlich nicht der ideale Lebenszweck eines Tangomusiker wars. „Hola Astor“, lautet der respektlose Titel des Werks. Darauf leben sie ihre Experimentierfreude aus. Gemeinsam mit jungen polnischen Jazzmusikern interpretieren sie nicht nur die Musik des Meisters auf höchst frische Weise, sondern entfesseln auch ein avantgardistisches Feuerwerk mit eigenen Kompositionen. Gegen die Stücke ihres Kontrabassisten Martin Antkowiak wirken die Werke des Tango-Revolutionärs Astor Piazzollas fast schon ein wenig brav.
Wer’s lieber etwas konventioneller und „tanzbarer“ hat: Auf „Tanchestron“ von 2017, also auch noch ziemlich frisch, interpretiert „Bandonegro“ Klassiker der Goldenen Epoche des Tango. Darunter haben sie „To Ostania Niedziela“ geschmuggelt. „Dieser letzte Sonntag“ ist ein schwermütiges Stück von Jerzy Petersburski über den Abschied eines Liebespaares. Der Titel wurde von vielen Künstlern aufgenommen und hat eine tragische Geschichte: Die KZ-Wachen ließen ihn häufig erklingen, wenn sie Juden in die Gaskammern trieben. Zu beziehen sind die CDs der Band hier: shop@bandonegro.com

1 Comment
[…] Hier als erstes eine Eigenkomposition die Kontrabassisten Marcin Antkowiak, die sicher nicht jeden sofort auf die Pista reißen wird. Muss ja auch nicht sein. Aber großartiger Tango ist sie trotzdem. Und “tanzbar” obendrein. Im ersten Set ihres Auftritt haben sie es uns TänzerInnen mit gängigen Titel einfach gemacht. Aber wer bereit war, genau hinzuhören, konnte auch hier die eigenen Akzente mitbekommen. Als zweites Stück eine Premiere: Bandonegro spielen zum ersten Mal öffentlich ihr neues Arrangement eines Klassikers aus dem späten Repertoire von Osvaldo Pugliese. Ich hoffe, die Gruppe wird auch weiterhin in Berlin spielen (was sie schon mehrfach getan hat), wenn sie auf ihrem Weg nach oben weiter gekommen ist. PS: In diesem Blog findet Ihr auch eine Besprechung ihrer neuen CD “Hola Astor”. http://kroestango.de/aktuelles/tango-tipps-zum-verschenken-oder-behalten-leben-ist-tango/ […]